Akupunktur mit Laser: Traditionelle Medizin mal anders

 

Die erste Assoziation der meisten Menschen, wenn sie auf Akupunktur angesprochen worden, ist Schmerz. Mit Nadeln gestochen zu werden, tut das nicht weh? Ist es nicht einfacher, auf gängige Medikamente zurückzugreifen? Hilft das wilde Herumpieksen denn überhaupt?

Kein willkürliches “Herumpieksen”

Tatsächlich ist das „Herumpieksen“ aber weder wild noch willkürlich. Und wem die Vorstellung, auf regelmäßiger Basis chemikalisch zusammengepanschte Produkte zu sich zu nehmen, Unbehagen bereitet, für den ist die Akupunktur eine ernstzunehmende Alternative. Die traditionelle chinesische Heiltechnik arbeitet damit,  die Akupunkturnadel an bestimmten Stellen des Körpers einzustechen, um den Energiefluss im Körper zur Heilung auszunutzen. Obwohl diese Technik vielen Menschen wie esoterischer Unfug vorkommt, gibt es zahlreiche Studien, die ihre Wirksamkeit bestätigen. Dennoch bleibt die Angst vor dem Stich bestehen.

Dafür gibt es seit einiger Zeit eine Lösung: Akupunktur mit Laser. Die Heilmethode ist zwar mehrere Jahrtausende alt, hat sich technischen Neuerungen aber nicht verwehrt. Bei der Laser-Akupunktur wird die klassische Nadel durch eine stark gebündelte Lichtquelle ersetzt, der die entsprechende Stelle der Haut stimuliert – also einen Laser. Dieser ist in der Medizin nicht neu, sondern wird bereits in vielen anderen bereichen eingesetzt – man braucht sich also vor ihm nicht zu fürchten. Auch auf anderen Gebieten ist schon mehrfach nachgewiesen worden, dass eine Behandlung mit Laser insgesamt eine positive Wirkung auf den Organismus haben kann.

Bei der Akupunktur mit Laser wird auch kein Gewebe zerstört. Es besteht auch keine Infektionsgefahr wie teilweise bei einer herkömmlichen Akupunktur. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich im Gegenzug zur herkömmlichen Akupunktur auch Schwangere einer Akupunktur mit Laser unterziehen können. Die Behandlung ist schmerzfrei, es entsteht also kein Stress für Mutter und Kind. Darüber hinaus kann sich die Schwangere während der Sitzung beliebig hinlegen, da die Rückenlage nicht zwingend notwendig ist.

Für Kinder und Säuglinge gut geeignet

Auch für Kinder und sogar Säuglinge ist die Akupunktur mit Laser gut geeignet. Zum einen selbstverständlich, da sie schmerzfrei ist. Zum anderen bieten die Laseradapter für die Kleinen wahrscheinlich einen größeren Unterhaltungsfaktor als lange Metallnadeln.

Die Akupunktur mit Laser wird auf verschiedenen Wirkungsgebieten eingesetzt. Zum einen selbstverständlich auf dem Gebiet der Körper-Akupunktur: Hier werden die Lasernadeln mit kleinen Adaptern und Pflastern an den Kontaktpunkten auf der Haut fixiert. Außerdem wird die Akupunktur mit Laser in der Dermatologie verwendet. Dabei geht man etwas anders vor: Die Lasernadeln werden an einem eigens dafür entwickelten „Bestrahlungskopf“ angebracht, sodass ein homogenes Laserfeld entsteht. Diesen Kopf kann man entweder an einem separaten Gelenkarm befestigen und über der Fläche anbringen, die mit Laser-Akupunktur behandelt werden soll, oder manuell halten. Auch im Bereich der Zahnheilkunde wird mittlerweile mit Akupunktur mit Laser gearbeitet. Auch in der Ohr-Akupunktur ist ein Laser um ein vielfaches einfacher und gefahrloser einzusetzen als eine herkömmliche Akupunkturnadel.

Die Akupunktur mit Laser bringt aber noch einen anderen, entscheidenden Vorteil mit sich: Beim Einstich einer Metallnadel ist die Stimulation von Haut und – laut Meinung vieler Menschen – Energieströmen zwar kurzfristig sehr hoch, fällt dann aber gleich stark ab. Während der Laser-Behandlung bleibt die Stimulation des Körpers dagegen konstant. So können erwiesenermaßen bei einer Akupunktur mit Laser bessere Ergebnisse erzielt werden.

Foto: Max Tactic – Fotolia.com

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